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Artist: Louis Tillett
Release: cry against the faith
Label: Normal Records
Releases:
a cast of aspersions
cry against the faith
egotripping at the gates of hell
learning to die
letters to a dream
the hanged man
No.: N 212
Format: CD
Date: 1998


Tracklist:

01 since you´ve been gone
02 chained to the stone
03 window pane
04 feeling free
05 hold me
06 tombstone eyes
07 and she sang
08 in loving memeory of
09 it´s gonna rain


Louis Tilletts neues Album „Cry Against The Faith“ entstand im Frühjahr 1997 in seiner Heimatstadt Sydney. Anders als beim kammermusikalischen Vorgänger „Letters To A Dream“ versammelte „der australische Rockpoet der Nacht“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) diesmal wieder eine komplette Band um sich - darunter Musiker, mit denen der Sänger und Pianist schon seit Jahren zusammenarbeitet. Die Ex-New Christs Nick Fisher (drums) und Jim Dickson (bass), die Tillett auch auf der anstehenden Europatournee assistieren werden, bilden das Rhythmusgespann. Diane Spence setzt am Saxophon Akzente und Charlie Owen (New Christs, Divinyls, Beasts Of Bourbon, Tex, Don & Charlie) ist als Gitarrist und Komponist (das elegische Instrumental „In Loving Memory Of“ stammt aus seiner Feder) auch wieder mit von der Partie. Außerdem läßt sich Tillett wie schon auf seinen beiden Solo-Werken „Egotripping At The Gates Of Hell“ und „A Cast Of Aspersions“ von einer vollmundigen Bläser-Section begleiten. Das verleiht seinen nach wie vor in dunklen Seelenabgründen wühlenden Songs ein upliftendes Moment. Titel wie das traurige Liebeslied, „Since You`ve Been Gone“, das an klassischen Rhythm`n´Blues der 60er Jahre angelehnte „Chained To The Stone“ oder das über einen wohlbekannten Canned-Heat-Blues-Riff gebaute „Feeling Free“ wirken so trotz schmerzhafter Verse gelöst und beschwingt. Aber auch „Cry Against The Faith“ hat seine ausgiebigen Bäder in Moll: das melodramatische im Stile von „Letters To A Dream“ arrangierte „Tombstone Eyes“ etwa oder solch herzzerreißenden Love-Songs wie „Hold Me“ - eine karge Solo-Piano-Ballade - und It`s Gonna Rain“ - eine Komposition von Mack Stucts, die Tillett bereits in den frühen 80er Jahren mit seiner damaligen Band Wet Taxis coverte und die seitdem zum festen Repertoire seiner Konzerte zählt. Wer Tilletts bewegte Karriere über die Jahre verfolgt hat, weiß, daß der Mann garnicht in der Lage und Willens ist, ein durchweg fröhlich-optimistisches Album aufzunehmen. Zu oft schon führte ihn sein eigenes Ego an den Rand der Hölle. Das, was Iggy Pop mal als sein Charlie Parker-Syndrom bezeichnete, kennt Louis Tillett zu Genüge: die Selbstzerstörung, die so viele große Künstler von Van Gogh bis Jim Morrison durchlebten. Getreu seiner eigenen Lebensphilosophie „Hoffnung durch Verzweiflung“ gelingt es Louis Tillett jedoch immer wieder seine dunklen Seiten in musikalisch kreative Bahnen zu lenken. Und obwohl schon sieben Jahre alt, gilt auch für „Cry Against The Faith“ nach wie vor das Zitat von Diedrich Diederichsen/Spex: "Kaum ein weißer Sänger dieser Tage hat mehr Soul in der tiefen, vollen, wenn auch leicht geschundenen Stimme, niemand schreibt solche Songs, solche Blues-Nummern ohne Blues-Harmonien, solche 60ies-Soul-Bratzer, ohne die bekannten Soul-Chords und niemand arrangiert mehr von dem dezenten Orgel-oder Klavierspiel ausgehend, derart ergreifende Bigband-Soundscapes aus den konventionellen Instrumenten heraus." Louis Tillett, der als Kind klassisches Klavier erlernte und erst mit 18 über Jazz und Blues mit Rock- und Pop-Musik in Berührung kam, zählt seit Ende Ende der 70er Jahre zu den herrausragenden Persönlichkeiten der australischen Underground-Rock-Szene. Sei es als Sänger der Band The Wet Taxis, als vielgefragter Studiomusiker, dessen bluesiges, von Doors und Beethoven gleichermaßen inspiriertes Pianospiel so manchen Aufnahmen zu Gute kam (Laughing Clowns, Died Pretty, Celibate Rifles, New Christs, Ed Kuepper, Beasts Of Bourbon, Tex, Don & Charlie) oder als Solo-Künstler, immer setzte er unüberhörbare Akzente. Hierzulande schätzt man seine klangvolle Stimme und seine flüssige Klavierspiel-Technik seit seinen von der Kritik in den höchsten Tönen gelobten Solo-Alben „Ego Tripping At The Gates Of Hell“ (1987) „A Cast Of Aspersions“ (1990) und „Letters To A Dream“ (1992) und den nicht minder beeindruckenden Konzerten mit Band (1990), als Solist (1992) und im Duo mit Charlie Owen (1994 & 1995). Mit Charlie Owen entstanden auch zwei CDs für das NORMAL Mailorder Label „Return To Sender“: „The Ugly Truth“ (1993) und „Midnight Rain“ (1995).
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