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Artist: Louis Tillett
Release: letters to a dream
Label: Normal Records
Releases:
a cast of aspersions
cry against the faith
egotripping at the gates of hell
learning to die
letters to a dream
the hanged man
No.: CGAS 816
Format: LP*/CD
Date: 1990


Tracklist:

01 Entering the world of Morpheus
02 Ship of dreams
03 Harpies bizarre
04 Cyren`s call
05 The tempest
06 Dancing with the devil, parts 1 & 2
07 Pennelope`s lament
08 Do not go gentle into that good night
09 Work song
10 Daybreak`s reprieve


"Kaum ein weißer Sänger dieser Tage hat mehr Soul in der tiefen, vollen, wenn auch leicht geschundenen Stimme, niemand schreibt solche Songs, solche Blues-Nummern ohne Blues-Harmonien, solche 60ies-Soul-Bratzer, ohne die bekannten Soul-Chords und niemand arrangiert mehr von dem dezenten Orgel-oder Klavierspiel ausgehend, derart ergreifende Bigband-Soundscapes aus den konventionellen Instrumenten heraus." (Diedrich Diederichsen/SPEX)
Die Rede ist von Louis Tillett, dem australischen Sänger, Songschreiber und Pianisten, der nach den beiden wundervollen Stil-und Genre-sprengenden Solo-Werken "Ego Tripping At The Gates Of Hell" und "A Cast Of Aspersions" endlich sein langerwartetes drittes Album "Letters To A Dream" vorlegt. Man möchte den oft benutzten geflügelten Satz vom "Phoenix aus der Asche" zitieren, denn selbstverständlich ist das Zustandekommen dieses Albums keineswegs. Beinahe wäre "der australische Rockpoet der Nacht" (Frankfurter Allgemeine Zeitung), der als Kind klassisches Klavier erlernte und erst mit 18 über Jazz und Blues mit Rock- und Pop-Musik in Berührung kam, endgültig über seine eigene seelische Zerrissenheit in den Abgrund gestolpert, an dessen Rand er seit Jahren wagemutig und selbstzerstörerisch wandelt. Dabei sah alles so vielversprechend aus. Nach der erfolgreichen Tour mit seiner Band "The Aspersion Cast" im Herbst 1990 wollte Tillett schon im darauffolgenden Sommer für reine Solo-Konzerte nach Europa zurückkehren und anschließend, bestärkt durch die überwältigende Medien-Resonanz auf seine Musik, wieder ins Studio gehen. Seine angegriffene Gesundheit zwang ihn jedoch alle Pläne aufzugeben. Die Informationen, die aus Sydney nach Europa durchdrangen, ließen sogar vermuten, daß er nie mehr auf der Bühne stehen und nie mehr ein Studio betreten könnte. Aber jemand der Songs schreibt mit Titeln wie "Condemned To Live" oder "Liferaft" läßt sich so schnell nicht unterkriegen. Getreu seiner eigenen Lebensphilosophie "Hoffnung durch Verzweiflung" überwand Tillett alle persönlichen Rückschläge und benutzte, wie schon so viele Male zuvor, die Musik als Lebensretter.
"Letters To A Dream" ist die akustische Vertonung dieses Kampfes, in Songs und Instrumentals voller Traurigkeit, Beklemmung, Hoffnung, Glück und Wut., deren akribisch-genauen Observierungen menschlicher Abgründe tiefer unter die Haut gehen als ein mit Präzision geführter Messerstich. Statt Mini-Dramen im Bigband-Sound inszeniert Tillett nun seine extremen Emotionparabeln zusammen mit einem kleinen Ensemble als sensibles Kammerspiel, das seinem eigenen Werdegang als Musiker Rechnung trägt und von typischen Pop/Rock Songstrukturen und -arrangements weiter entfernt ist als je zuvor. Klassische Piano-Partituren in Moll, nur unterstützt von zarten Cello-Strichen und/oder einem klagenden Saxophon bilden den Rahmen für hell/dunkle Klangbilder und spirituelle Songs, die tiefes Soul-Feeling, avantgardistische Jazzfreiheiten und schwermütige Blues-Themen offenbaren. Dabei überläßt er auch schonmal einer alten Bekannten (Mary Ellen-Stringer) die Mikrophon-Hoheit, etwa bei der Filmmusik-gerechten Interpretation eines Gedichtes von Dylan Thomas (Do Not Go Gentle Into That Good Night). Obwohl Tillett diesmal bewußt auf druckvolle Bläser und die Gitarrenkraft einer Rockband verzichtet und leisen Tönen den Vorrang gibt, zeigt er sich doch auch wieder als Bezwinger mächtig dissonanter Lärmwogen (Worksong) und verwirrender Soundcollagen (Dancing With The Devil, Part I). "Letters To A Dream" markiert für den 33-jährigen Ausnahmekünstler einen Neuanfang, eine überraschende Wendung, die seinem eh schon guten Ruf als vielgefragter Studiomusiker (New Christs, Beasts Of Bourbon, Ed Kuepper, Celibate Rifles, Died Pretty uva.) und genialem Solo-Künstler neue Nahrung geben dürfte.
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