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Artist: The Silos
Release: diabolo
Label: Normal Records
Releases:
ask the dust
cooler
cuba
diabolo
hasta la victoria
heater
No.: N 163
Format: LP*/CD
Date: 1994


Tracklist:

01 let´s take some drugs and drive around
02 upside down instead
03 shaking all over the place
04 all she wrote
05 wanna ride
06 susan across the ocean
07 change the looks
08 the sounds next door
09 start to burn
10 nothing´s gonna last
11 i´m straight


*=deleted.

Nachdem sich Walter Salas-Humara zuletzt mit den Setters ( feat. Michael Hall und Alejandro Escovedo), dem lockeren Projekt gleichgesinnter, "gestandener, austrainierter Songwriter" (Spex) nachdrücklich in Erinnerung gebracht hat, ist es nun an der Zeit für ein neues, das fünfte Album der Silos.
"Diablo" wurde in in Los Angeles, in North Hollywood eingespielt, wo Walter Salas-Humara seit dem Ausstieg seines langjährigen Partners Bob Rupe (heute bei Gutterball) lebt und arbeitet. Von der Original-Besetzung ist nur noch Mary Rowell dabei. Daren Hess spielt Schlagzeug, Scott Garber (ex-Giant Sand) Bass, Manuel Verzosa Gitarre, Joe Simon Orgel und John Dee Graham Lap Steel, Caitlin Van Schmidt von River Rose singt Harmony.
Neben gewohnt klassisch-guten Eigenkompositionen zwischen Folk, Country und erdigem Rock beweist Walter Salas-Humara auch sicheres Gespür bei der Auswahl von Fremdtiteln. Neben dem bereits von den Setters bzw. Michael Hall bekannten "Let`s Drive Around And Take Some Drugs" covern die Silos "I`m Straight" von Jonathan Richman und das schon auf unzähligen Konzerten erprobte "Change The Locks" von Lucinda Williams. Im Frühjahr werden die Silos dann auch wieder live auf hiesigen Bühnen zu sehen sein. Nach Walter Salas-Humaras Selbsteinschätzung ein Erlebnis der "besonderen" Art: "Wenn du unsere Platten mit 120 Dezibel abspielst und dazu ein paar Freunde einlädst, die sich mit Bier zuschütten, dann hast du in etwa einen Eindruck von den Live-Auftritten."
Kaum eine andere amerikanische Band mußte über die Jahre so viele Vergleiche (John Hiatt, Los Lobos, John Mellencamp, Blind Faith, Rolling Stones, CCR, R.E.M., Little Feat, Flying Burrito Brothers, Camper van Beethoven, Television, Gram Parsons, Neil Young und und und) über sich ergehen lassen wie die Silos. Geschadet hat es ihnen nie. Im Gegenteil. Fakt ist, daß Walter Salas Humara und wechselnde Begleitung bislang vier großartige Platten voller Songs zeitloser Machart veröffentlichten, die ihnen nicht nur höchstes Kritikerlob einbrachten (etwa "Best New American Group" 1987), sondern auch zahlreiche Fans, die ihnen seit Jahren die Treue halten.
Auch "Diablo", das fünfte Album aus Walter Salas Humaras Songschmiede bewegt sich wieder ziemlich einzigartig innerhalb uramerikanischer Musiktraditionen. Wie auf den Vorgängern "About Her Steps" (1985), "Cuba" (1987) "The Silos" (1990) und "Hasta La Victoria" (1992) erklingen hier Songs, die so locker und homogen erscheinen, als ob Humara sie im Schlaf erdacht hat, mit stets sicherem Gespür für die kleinen Feinheiten und subtilen Zwischentöne, die große Songideen mit langer Haltbarkeitsdauer von Eintagsfliegen unterscheiden. Die Silos sind eine Gruppe, wie es der Musikexpress in einer fünf Sterne Rezension über "Hasta La Victoria" treffend ausdrückte, "die ohne jede Koketterie auskommt und in wunderbar überzeugender Weise Folk-Tradition, Country-Sentiment und Rock-Kraft vereint und sich dabei auf das wesentliche beschränkt: hinreißende Melodien, eine schluchtzende Geige, eine zartgestreichelte Gitarre". Bei einigen Titeln von "Diablo" darf man jetzt noch knarztrockene, satt-tönende elektrische Riffs hinzufügen. Aber selbst wenn die Silos Rock`n´Roll spielen wie bei "Upside Down Instead", "Wanna Ride" oder "I`m Straight" entsprechen sie nicht den Erwartungen an eine gängige Rock-Band. Walter Salas-Humara braucht keine studiotechnischen Tricks und ausladenen Gesten, seine Anliegen sind die Kunst der Reduzierung, die Schönheit der Vereinfachung und die Überzeugungskraft griffiger Harmonien, simpler Akkorde und beeindruckend unspespektakulärer Minimalinstrumentierung, aus der Mary Rowells diabolisch-gutes Violinenspiel herausragt. So entfalten sich Freiräume, die er mit ausdrucksstarker heiser, schnarrender Stimme und direkten, lyrischen Alltagsaufnahmen ausfüllt, die besonders bei den stimmungsvoll interpretierten akustischen Balladen ("Susan Across The Ocean", "Nothings Gonna Last") tief unter die Haut gehen.
Walter Salas-Humara stammt ursprünglich aus Kuba, aufgewachsen ist er jedoch in Florida. Bereits mit 15 Jahren spielte er schon in diversen Bands, zunächst Schlagzeug , später dann Gitarre. Nach dem College versuchte er sich als Kunststudent in Gainesville und New York. Dort traf er 1985 seinen alten Kumpel Bob Rupe wieder, mit dem er schon in Florida in einer Highschoolband gespielt hatte. Gemeinsam gründeten sie The Silos. Was zunächst nur als Projekt gedacht war, entwickelte sich in wechselnder Besetzung zu einer echten Band, die jedoch genügend Freiraum ließ für diverse Solo-und Produzentenambitionen. So betreute Salas-Humara Vulgar Boatmen und Michael Hall und veröffentlichte 1988 mit "Lagartija" ein Solo-Album. 1991 trennten sich die Wege von Salas-Humara und Rupe. Entgegen aller Befürchtungen, die kürzlich noch durch einen tragischen Verkehrsunfall während der US-Tour genährt wurden, konnte Salas-Humara das Kapitel Silos erfolgreich weiter vorantreiben.
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