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Artist: Tom Liwa
Release: Evolution Blues
Label: Normal Records
Releases:
2 Orginals
Dudajim
Evolution Blues
Funky Sexy
Lopnor
No Existe
No.: N 226
Format: CD
Date: 2001


Tracklist:

01 evolution blues pt 1
02 funky sexy
03 konfuzius und der wolf
04 psalm
05 faultier
06 in der kleinen tartarei
07 halbtot und häßlich
08 splitter im auge
09 evolution blues pt. 2
10 mati
11 ökolution radio blues
12 liebe ist in der luft
13 making of _
14 die augen der mutter sind überall
15 evolution outro blues


„Wenn das Leben ein Roadmovie ist, dann ist Tom Liwa der Wim Wenders unter den Troubadouren d‘amour.“ (WOM-Journal)

Über mangelnden Zuspruch braucht sich Tom Liwa wahrlich nicht zu beklagen. Seit der Sänger und Songschreiber mit seiner Band, den Flowerpornoes, Ende der 80er Jahre anfing, dem perfekten Popsong nachzujagen, wird er landauf, landab mit Symphatien überschüttet. Aber trotz preisverdächtiger Albumtitel wie „Red nicht von Straßen, nicht von Zügen“, vielseitiger musikalischer Ideen und genau beobachtender Songtexte ist „Duisburgs dichtender Denker“ (Tip Berlin) nie richtig berühmt geworden.
1998 versammelte er ein gutes Dutzend Songwriter-Kollegen für ein Album und eine Tournee unter dem vielsagenden Projekt- namen „Paradies der Ungeliebten“. Mochte der Titel noch als Ironie verstanden werden, so ist der heimliche Hit seines im Frühjahr letzten Jahres veröffentlichten ersten Solo-Albums „St.Amour“, „Für die linke Spur zu langsam“, das Bekenntnis eines Künstlers, der seine Aussenseiterrolle in der deutschen Musiklandschaft akzeptiert hat.
Nur wenigen Musikern gelingt es, eine Sprache zu finden, in der sich über Gefühle klischeefrei singen läßt. Tom Liwa aber geht sogar noch einen Schritt weiter. Er beschreibt und seziert seine und unseren Befindlichkeiten in einer poetischen, metaphern- reichen Sprache, die man in Verbindung mit Musik hierzulande gar nicht und international nur ganz selten antrifft. Zweifellos spielt Tom Liwa in einer eigenen Liga und das in den letzten Jahren aktiver und kreativer als je zuvor.
Nach der Auflösung der Flowerpornoes 1996 produzierte er Kevin Coyne, komponierte für das Tim Isford Orchester, stand neben Blixa Bargeld, Katharina Thalbach und Christian Brückner auf der Bühne, arbeitete an seinem ersten Roman, schrieb Film- und Theatermusik und absolvierte einen Kurz- auftritt in Leos Carrax Film „Pola X“. Außerdem tingelte er ausgestattet mit dem klassischen Songwriter-Insignium, der Gitarre, mit großer Aus- dauer durch die Clubs der Republik. Mit Erfolg: die intime Atmosphäre seiner Konzerte genießt mittlerweile einen legendären Ruf.
Seit Januar ist Tom Liwa wieder „on the road“. Im Gepäck hat er neben bewährten Liwa-Klassikern und skurrilen Coverversionen von Cher bis Bowie auch die Songs seines neuen Albums „Evolution Blues“, das Ende Mai veröffentlicht wird. Musikalisch ähnlich ausgerichtet wie der hochgelobte Vorgänger „St. Amour“, also zwischen skizzenhaftem Folk, melancholischem Pop, schüchternen Blues-Verweisen und deutlichen Jazz- Elementen, ist „Evolution Blues“ jedoch inhaltlich von anderer Natur. Liwa imaginiert nicht mehr nur über tiefe Gefühle und erdrückende Zustände wie Einsamkeit, Sprachlosigkeit und Depression. Mit gleicher Fabulierlust wie er den Mikrokosmos ausleuchtet, springt er hinein in den Makrokosmos und berichtet vom ersten der Zehn Gebote, über Gentechnologie und nukleare Kettenreaktionen. Da die vorhandenen Textideen jedes klassische Dreiminuten- Pop- song-Format sprengen würden, enthält das 24-seitige Booklet neben den Liedertexten noch eine komplexe Collage aus Gedanken, Zitaten, E-Mails und Briefen, die alle zusammen ein ambitioniertes Denkmodell ergeben, das sich erst nach genauem Lesen entschlüsselt.
Selbstverständlich läßt sich „Evolution Blues“ auch ohne Booklet- Studium bestens hören. Begleitet von den Ex- Flowerpornoes Ed und Till Steinebach an Bass und Schlagzeug, Robert Stadlober („Crazy“/“Sonnenallee“) als Duettpartner bei „Funkysexy“ sowie dem Saxophonisten Marc Leymann ist es dem Sänger und Gitarristen diesmal gelungen, die fast andächtige Stimmung seiner Solokonzerte auch im Studio einzufangen. Der vorherrschende private Ton in seiner Stimme und seinen Texten vermittelt den Eindruck, als würde er zu guten Freunden sprechen. Was für Tom Liwa nur natürlich ist. Denn tatsächlich scheint zwischen dem Sänger und seinem Publikum, das er regelmäßig als klug und sexy beschreibt, etwas zu existieren, das man als Zuneigung bezeichnen kann. Nach „Evolution Blues“ könnte daraus glatt Liebe werden.
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