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Artist: Townes van Zandt
Release: highway kind
Label: Normal Records
Releases:
abnormal
absolutely nothing
documentary
highway kind
in pain
Jester Lounge
Live and Obscure
rear view mirror
rear view mirror vol 2
roadsongs
No.: N 201
Format: LP*/CD
Date: 1997


Tracklist:

01 lost highway
02 my proud mountains
03 highway kind
04 dublin blues
05 blaze´s blues
06 wreck on the highway
07 the hole
08 (i heard that) lonesome whistle
09 rake
10 banks of the ohio
11 ira hayes
12 darcey farrow
13 lover´s lullaby
14 still lookin´for you
15 joke
16 no deal
17 at my window


* = deleted.

Townes van Zandt ist in der Neujahrsnacht in Smyrna/Tennessee gestorben. Auch wenn er in seinem Leben der breiten Masse unbekannt blieb und nie selbst die Hitparadenleiter erklomm, so galt er doch bei Kollegen, Kritikern und Fans als einer der ganz großen Songschreiber unserer Zeit. Stellvertretend für alle Nachrufe in Musikmagazinen, Tages-, Wochen- und Monatszeitschrifen, im Radio, Fernsehen und Internet sei hier Christoph Diekmann (Die Zeit) zitiert, der trefflich in Worte kleidet, was wir mit dem Tod des Sängers, Poeten und Menschen Townes van Zandt verloren haben: „Van Zandts hiesiges Publikum war glad to be sad und wußte Melancholie zu genießen. Townes` ruhelose Heimatpilgerei und unsere Seßhaftigkeit standen in ironischer Korrespondenz. Er wanderte für uns aus den großen Städten fort. Er war, statt unser, überall und wußte, daß nichts half. Aber uns diente Townes` Texas als das Tal der blauen Blume, die in Deutschland seit Nazizeiten nicht mehr blüht. Townes` Sonnenfinsternisse waren unser Naturheilmittel gegen die Depressionen der flächenversiegelten Welt. Townes` Wasser kam noch aus reinen Gebirgen und seine Kunst von Gott... Die Wahrheit ist, daß ihm auf Erden nicht zu helfen war. Aber er hat geholfen.“ (Die Zeit 10.1.1997)
Wirklich neue Platten erschienen von Townes van Zandt nur selten. Zuletzt „No Deeper Blue“ (1994) und „At My Window (1987). Auch „Highway Kind“ ist kein frisches Studioalbum. Der Veröffentlichung rarer Live-Aufnahmen von diversen Europa- und USA-Tourneen sollte in Kürze endlich ein ganz neues Album folgen, das Townes Weihnachten in Memphis mit Musikern von Sonic Youth in Angriff genommen hatte. Die Zusammenarbeit mit den Größen der Alternative-Rock-Szene hätte, wenn sie denn vollendet worden wäre, einem größeren Publikum einmal mehr gezeigt, wie angesehen der „Prototyp des Singer/Songwriters“ (Frankfurter Rundschau) auch jenseits der Folk- und Country-Szene war.
Tragischerweise ist „Highway Kind“ nun das letzte Vermächnis des grandiosen Geschichtenerzählers, der vielen als der „wahre Dylan“ galt. Bei den ausgewählten Songs handelt es sich um einige seiner wichtigsten Arbeiten der letzten Jahre. Viele davon waren bislang nur selten oder garnicht in Live-Versionen präsent. Das gilt für Titel aus den jüngsten beiden Studioalben wie„Still Looking For You“, „The Hole“ und „At My Window“. Letzterer ist ein Duett mit dem beliebten österreichischen Sänger Ostbahn Kurti.
Zu den Höhepunkten vieler Konzerte zählten auch „No Deal“, „My Proud Mountains“ und „Highway Kind“, das eine zentrale Rolle im Werk des späten Townes van Zandt spielte und nicht von ungefähr dem Album seinen Titel gibt. Ebensowenig fehlen die Standards und Klassiker, die Townes immer wieder gerne in sein Bühnenrepertoire einbaute: „Lost Highway“ von Leon Payne, „Ira Hayes“ von Peter La Farge, „Darcey Farrow“ von Steve Gillette und das beliebte Volkslied „Banks Of The Ohio“.
Hank Williams` „Lonesome Whistler“, Guy Clarke`s, „Dublin Blues“ und Dorsey Dixon`s „Wreck On The Highway“ interpretiert Townes van Zandt in einer seiner seltenen Studio-Session zusammen mit Roy Ann Calvin (guitar), Jim Calvin (guitar, mandoline, fiddle) und Ms Rise Payne (vocals, fiddle). Das Gros der Songs zeigt Townes van Zandt jedoch so, wie wir ihn in den letzten Jahren an guten Abenden erlebten: allein auf der Bühne mit seiner Gitarre, tief in seine Songs versunken, aber zwischendurch immer zu Witzen und Anekdoten aufgelegt.
Diese intimen Momente werden uns fehlen. Auch die Gewissheit, jemandem zuzuhören und zuzusehen, der von Dingen singt, die er wirklich erlebt hat. Was bleibt sind die Songs, und die sind wie ihr Verfasser von rarer, dauerhafter Qualität
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