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Artist: Townes van Zandt
Release: in pain
Label: Normal Records
Releases:
abnormal
absolutely nothing
documentary
highway kind
in pain
Jester Lounge
Live and Obscure
rear view mirror
rear view mirror vol 2
roadsongs
No.: N 225
Format: LP/CD
Date: 1999


Tracklist:

01 Katie Belle Blues
02 Buckskin Stallion
03 Loretta
04 Snowin´ on Raton
05 Nothin´
06 Gone To Long
07 To Live´s To Fly
08 Highway Kind
09 Mr. Mudd & Mr. Gold
10 Lover´s Lullabye
11 White Freight Liner
12 You Are Not Needed Now
13 Rex´s Blues
14 Stopping Off Place
15 Alone & Forsaken
16 You Gotta Move


Recorded live in Europe 1994-96. Sixteen tracks in all, exceptionally great performances by Townes, extremely intense, stately, without distraction. Three tracks (never released before) of songs Townes did not write, on tracks “You Got To Move” accompanied by blues guitarist Hans Theessink, and guitarist Wolfgang Pracht on “Stopping Off Place” & “Alone & Forsaken”. German Rolling Stone Magazine review “Four Stars out of Five”.

„Seine Songs, Musik und Text in ihrer Schlichtheit wurden zu Referenzwerken der zeitgenössischen weißen, amerikanischen Populärmusik wie Elvis` Sun-Sessions, wie Dylans Alben, wie Hank Williams` Lieder. Wer heute ,Our Mother The Mountain´ aus dem Jahre 1969 hört, wird schwören, daß das Lied gestern erst aufgenommen wurde - und seiner Zeit noch weit voraus ist." (Süddeutsche Zeitung) Lange Jahre galt Townes Van Zandt als Geheimtip, bewundert von einer kleinen Gruppe von Fans und Musikern. Einige Kollegen (Emmylou Harris, Nanci Griffith, Steve Earle, Doc Watson, Willie Nelson, Don Williams) machten seine Songs sogar zu Hits. Aber berühmter wurde der texanische Folk-Poet dadurch nicht. Umso überraschender, daß er in den 90er Jahre plötzlich doch noch späten Ruhm erlebte. Das lag sowohl am neu geweckten Interesse für Folk- und Country-Musik, als auch an der Sehnsucht nach Songs und Geschichten, die authentische Gefühle und das wirkliche Leben widerspiegeln. Townes van Zandt erfüllte diese Wünsche. In seiner Stimme schwang der Süden und Südwesten der USA mit. Und wenn er von der Straße sang, dann war das nicht nur ein Synonym für unterwegs und frei zu sein, sondern auch autobiographisch.
Daß Townes van Zandt einer der beste amerikanischen Songwriter war, steht außer Frage. Schon seine frühen Platten „Flying Shoes", „Our Mother the Mountain" und „Townes Van Zandt" waren Meisterwerke. Wer sonst hat je wunderschönere Love-Songs und traurigere Poesien geschrieben wie „Flying Shoes", „Kathleen", „Like A Summer Thursday", „If I Needed You" oder "Waitin` Round To Die", das wohl ernüchternste Stück Musik, das man sich vorstellen kann. Ein Song ohne Hoffnung und bezeichnend für jemanden, der mal auf die Frage, warum seine Musik so düster sei, antwortete: „Weil die Sonne verbrennt. Alles was ich liebe ist gestorben, und wenn nicht, so wird es sterben. Das ist der Lauf der Welt, aber es bricht Dir das Herz."
Zur Musik kam Townes Van Zandt, der als Sohn reicher Eltern - der Vater machte in Öl - 1944 in Texas zur Welt kam, über Hank Williams und Elvis Presley. Der wichtigste Einfluß war jedoch Sam Lightnin`Hopkins, der große alte Blueser, der dem herumziehenden Townes den Blues „als Kreuzung von Grün & Gelb" erkärte. Besonders in seinen letzten Lebensjahren und auf seinen letzten Tourneen war der Blues in jeder Note spürbar, selbst wenn er keine klassischen Blues- Songs spielte. Der Blues paßte auch zum Mythos des reisenden Sängers. Townes trampte quer durch die USA und spielte in jedem Club, der ein paar Dollars und ein warmes Essen versprach. Dann verschwand er irgendwann für Jahre in den Bergen Colorados, lebte in einer Hütte und verließ nur ab und zu sein selbstgewähltes Exil, um ein neues Album aufzunehmen und ein paar Konzerte zu geben. Dann ging er wieder, Gerüchten zufolge mit einer Wagenladung Whiskey und Gin. Die Trinksucht war Teil seines Lebens, wie die Einsamkeit.
Nachdem man lange nichts mehr von ihm gehört hatte - außer dem 1987er Album "At My Window" - tauchte er 1991 wie ein Gespenst aus der Vergangenheit wieder auf, bleich, ausgemergelt und gezeichnet vom Trinken und den Schmerzen, die jemand peinigen, der das Gewicht der Welt auf den Schultern trägt. Da stand er also auf der Bühne des Quasimodo in Berlin und verzauberte die Zuhörer mit seiner einzigartigen Art des Geschichtenerzählens. Vielleicht war es die unerwartetete Sympathie, die ihm das Publikum entgegegenbrachte, oder auch nur ein Sinneswandel, denn danach war der "einsame Wolf" in schöner Regelmäßigkeit wieder "on the road" und einige, neue, offizielle Platten wurden auch veröffentlicht. Seine einst vollmundige Stimme klang zwar nun brüchig und rauh, aber vielleicht auch deshalb eindringlicher und schmerzhafter als je zuvor.
Allein, die Dämonen, die er einst gerufen hatte, verfolgten Townes Van Zandt weiter. Mit wachsendem Erschrecken beobachteten seine Fans einen von Jahr zu Jahr voranschreitenden körperlichen Verfall. Nicht wenige stellten sich, die Frage, warum er sich weiterhin den Strapazen der Tourneen aussetzte, zumal er in der letzten Phase kaum noch in der Lage war, die Konzerte bis zum Schluss durchzustehen. Geniale Momente, die es natürlich immer noch gab, wurden überschattet von Passagen reinster Verwirrung und völliger Unkonzentration. Nach Ende der letzten Tournee im Dezember 1996 hatte er seine letzten Reserven verbraucht. Als sich dann im Januar 1997 die Nachricht verbreitete, dass Townes Van Zandt in der Neujahrsnacht im Alter von 52 Jahren gestorben war, war die Trauer über den Verlust zwar groß, zumal er gerade einer ganzen Reihe von Veröffentlichungen alter Studio- und neuer Livealben zugestimmt hatte und sogar kurz vor Beginn einer gemeinsamenStudiosession mit Musikern von Sonic Youth stand, aber niemand, der ihn in den letzten Monaten erlebt hatte, konnte behaupten, dass er nicht damit gerechnet hätte. „Die Zeit“ brachte das in einem Nachruf auf den Punkt: „Van Zandts hiesiges Publikum war glad to be sad und wußte Melancholie zu genießen. Townes` ruhelose Heimatpilgerei und unsere Seßhaftigkeit standen in ironischer Korrespondenz. Er wanderte für uns aus den großen Städten fort. Er war, statt unser, überall und wußte, dass nichts half. Townes` Sonnenfinsternisse waren unser Naturheilmittel gegen die Depressionen der flächenversiegelten Welt. Townes` Wasser kam noch aus reinen Gebirgen und seine Kunst von Gott...Die Wahrheit ist, dass ihm auf Erden nicht zu helfen war. Aber er hat geholfen.“
Vor diesem Hintergrund ein Album mit Live-Aufnahmen aus Townes Van Zandts letzten Lebensjahren „In Pain“ zu titeln, erscheint brutal, aber damit nicht weniger treffend. Mit Ausnahme von drei Songs („Loretta“, "Snowin On Ratone", „You Gotta Move“), die Townes letzte schmerzlichsten Tourneen 1995 und 1996 dokumentieren, wurden die Aufnahmen im November 1994 im Bahnhof Langendreer in Bochum mitgeschnitten. Ein Abend, an dem Townes noch einmal seine ganze Größe als Songwriter und Interpret offenbarte. Konzentriert und von einer seltsamen inneren Gelassenheit umfangen trägt er seine Songs vor. Klassiker sind dabei und weniger oft gespieltes. Und am Schluß finden sich sogar drei unveröffentlichte Coversongs: „Stopping Off Place“ von Chris Eckman, Hank Williams` „Alone & Forsaken“ und Fred McDowells „You Gotta Move“, auf dem Townes von dem hollandischen Blues-Gitarristen Hans Theessink begleitet wird. Zwar ist jeder Songs eine offene Wunde. Und die schiere Verzweiflung ist in den tiefen Molltönen allgegenwärtig. Aber „dann blitzt wieder Inspiration auf, der Schalk pocht auf seine Rechte, bevor jedes Licht erlischt.“ (Rolling Stone 8/99).“In Pain“ ist Musik und Emotionen pur und schonungslos. "Songs that can make you break down and cry".
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